Fauna
Der Yukon – ein Land voller Leben. Ein Land, das Ihnen die außergewöhnliche Chance bietet, die ursprünglich Tierwelt der nordischen und arktischen Landschaften in ihrer Vielfalt der Arten in freier Wildbahn zu erleben. Ein Land, in dem Sie riesige Herden beobachten können. Ein Land, in dem Sie Einzelgängern, großen und kleinen Tieren, in der Luft, im Wasser oder an Land, auf der Spur sein können. Ein Land, das vor allem für Sie selbst, aber auch für Ihre Kameras und Ferngläser einzigartige Bilder bereit hält. Ein Land, in dem der Lebensraum der wilden Tiere vom Menschen geschützt und geachtet wird und die Begegnungen sich auf respektvolle Art und Weise gestalten. Ein Land, das Sie mit vielen bewegenden, unvergeßlichen Eindrücken beschenkt.

Beim „Dinner for one“ mit einem Grizzly.
Ob Schwarzbären oder Grizzlys: vom Frühjahr bis in den Herbst sind sie im ganzen Land bei ihrer Nahrungssuche anzutreffen. Vor allem in dem kurzen Sommer, wo der Tisch reichlich gedeckt ist, kann man sie selbst rechts und links der Straßen im frischen Grün beobachten. Da zu dieser Zeit auch tausende von Lachsen die unzähligen Flüsse und Bäche heraufkommen, ist es nicht ausgeschlossen, daß Sie einen alten Grizzly im schäumenden Gebirgsbach sitzen sehen, der mit unglaublicher Geschicklichkeit sich einen Lachs nach dem andern greift und mit diesen besonderen Leckerbissen für den nötigen Winterspeck sorgt. Großen Abstand zu halten gilt hier natürlich immer, besonders wenn Sie auf eine Bärin mit Jungen treffen!
Caribous - soweit das Auge reicht.
Die letzte Großherde der Porcupine Caribous, die aus der fast unvorstellbaren Zahl von 165 000 Tieren besteht, wandert jedes Frühjahr aus den Richardson und Ogilvie Mountains des Yukon, wo sie überwintern, in Richtung Norden zu den Weidegründen der Küstenebenen des Landes und Alaskas. Wundern Sie sich deshalb nicht, wenn die Staubfahne auf dem Dempster Highway sich als ein Naturschauspiel von hunderten die Straße kreuzender Tiere entpuppt und Sie auf blühenden Matten rechts und links der Straße eine Wald von Geweihen grasender Tiere bestaunen können.

Ohne Scheu ziehen Elche ihre den Schlamm aufwühlende Spur durch die wegen des Permafrostes sich in riesige Sümpfe verwandelnden Ebenen des Yukon Territory, oft genug von einem staksigen Jungen begleitet.
Diese Könige des Nordens lassen sich von niemand und nichts bei dem Abweiden von frischem Grün stören. Auch nicht von den Schwäne-Paaren, die ihren See vehement verteidigen. Warum auch – es hat in diesem weiten Land genügend Platz für alle, für die Biber und Koyoten, für die Loons, die Kanadagänse, die Weißkopfadler und die zahlreichen Zugvögel, die tausende Kilometer weit herziehen, um in der zerklüfteten Wiildnis des Yukon zu nisten.
Nicht alles, was brummt, ist ein Bär ... Die Wildnis ist voller Leben: unterschiedlichste Laute, die „sounds of nature", klingen in Ihrem aufmerksamen Ohr. Neben den unzähligen Vogelstimmen und dem Rauschen und Gurgeln der Flüsse und Bäche, wird der Schrei des Adlers ihre Blicke in den Himmel ziehen, oder der schrille Alarmruf eines Squirrels (Erdhörnchen) Sie aufschrecken. Und wenn Sie glauben, in den Bergen das Echo leiser Stimmen zu hören, so haben Sie sich von den liebevoll „Whistlers" genannten Murmeltieren an den Hängen vor Ihnen täuschen lassen.
Zur Info: Im Yukon leben 62 Arten von Säugetieren (zum Beispiel Bären, Biber Bisons, Caribous, Elche, Koyoten, Rotwild, Füchse, Bergschafe und Bergziegen, Murmeltiere, Moschusochsen, Bisamratten, Ottern, Seehunde, Wale, Wölfe), 279 Vogelarten (unter anderem Wasservögel, Raubvögel, Eulen und Spechte) und 1.500 verschiedene Insekten.
